Was oberflächlich wie eine klassische Noir-Detektivgeschichte beginnt, entwickelt sich in Mouse: P.I. For Hire schnell zu einem bleihaltigen Albtraum. Robo-Betty ist das neueste Beispiel für den bizarren Kontrast zwischen der charmanten 1930er-Jahre-Animation und der gnadenlosen Shooter-Action. Versteckt in einem geheimen Labor unter der Stadt, fungiert dieser Boss als technologischer Gegenpol zu Peppers eher traditionellem Arsenal.
Der Kampf gegen Robo-Betty ist kein simpler Schusswechsel, sondern ein episches Gefecht über drei Phasen. Mit jeder Phase rüstet die mechanische Dame auf und präsentiert neue Fähigkeiten, die euer Movement und eure Zielgenauigkeit auf die Probe stellen. Hier wird deutlich, dass das Spiel mehr ist als nur eine visuelle Hommage an alte Cartoons – die Mechaniken verlangen den strategischen Einsatz sämtlicher Cartoon-Waffen, die Jack Pepper im Laufe seiner Ermittlungen sammelt.
Die schiere Skalierung dieses Kampfes zeigt, wie Fumi Games die Grenzen des Genres ausreizt. Während wir uns durch Korruption und Mord wühlen, sind es genau diese überlebensgroßen Begegnungen, die das Pacing eines First-Person-Shooters auflockern. Wer glaubte, Mouseburg sei nur ein Pflaster für kleine Ganoven, wird spätestens bei Robo-Bettys Upgrades eines Besseren belehrt. Macht euch bereit, eure Reflexe zu schärfen, denn dieser mechanische Gegner verzeiht keine Fehler.
