Die Entwickler bringen reichlich Erfahrung aus der Filmbranche mit und lassen Expertise aus Projekten wie Until Dawn oder IT: Welcome to Derry in die Produktion einfließen. Das Ziel ist eine lückenlose Immersion: Wenn eine Cutscene endet, übernimmt der Spieler sofort wieder die Kontrolle, ohne dass ein schwarzer Bildschirm oder ein harter Schnitt das Mittendrin-Gefühl unterbricht. Diese Technik erfordert beim Dreh höchste Präzision, da die Schauspieler ihre Bewegungen exakt auf das Sichtfeld der First-Person-Kamera abstimmen müssen.
Während der Aufnahmen nutzen die Darsteller Monitore, die eine grobe In-Engine-Vorschau zeigen. So können sie besser einschätzen, wie ihre Mimik und Gestik aus der Perspektive des Protagonisten wirken. Oft müssen die Schauspieler dabei gegen unsichtbare Bedrohungen agieren oder Produzenten als Platzhalter für Monster nutzen, was die emotionale Intensität der Szenen am Set noch wichtiger macht. Laut CLOUT Games haben die Impulse der Schauspieler maßgeblich dazu beigetragen, den düsteren Ton von Ill zu schärfen.
Für uns Spieler bedeutet dieser Aufwand vor allem eines: Der Horror wird sich viel unmittelbarer anfühlen. Wenn es keine sicheren Häfen in Form von vorgerenderten Videos gibt, bleibt die Anspannung dauerhaft hoch. Die investigative Arbeit in der wahnsinnig gewordenen Kleinstadt wird so zu einem filmreifen Erlebnis, das die Grenzen zwischen Spiel und Kino weiter verwischt.
