Bisher fühlte sich Reichtum in Crusader Kings III oft wie eine passive Ressource an. Mit Silk & Silver ändert sich das radikal: Das neue System basiert auf über 900 individuellen Märkten, die an die De-jure-Herzogtümer gekoppelt sind. Über 40 verschiedene Gütertypen fließen nun durch euer Reich, was die strategische Bedeutung eurer Ländereien völlig neu definiert. Ein karges Gebirge ist plötzlich Gold wert, wenn es seltene Erze für die umliegende Region liefert.
Ein Highlight für alle Strategen ist die Einführung von Handelsrouten. Diese sind nicht nur für den Profit wichtig, sondern hinterlassen bleibende Spuren in der Welt. Wenn ihr Routen über Generationen hinweg pflegt, entstehen physische Effekte wie verbesserte Straßen, die wiederum die Reisegeschwindigkeit und Sicherheit eurer Charaktere erhöhen. Das ist echtes Dynasty-Building: Was der Urgroßvater als Karawanenpfad etablierte, wird für den Enkel zur gesicherten Lebensader des Reiches.
Besonders spannend wird es bei den Monopolen. Ihr könnt Märkte für bestimmte Warenkategorien komplett abriegeln. Dabei habt ihr die Wahl: Nutzt ihr nur Überschüsse für den Export oder seid ihr ein rücksichtsloser Herrscher, der die lokale Bevölkerung ausbeutet, um den Profit zu maximieren? Letzteres füllt zwar die Schatzkammer, wird aber sicher nicht ohne politische Konsequenzen bleiben. Dieses Risiko-Ertrags-Verhältnis verleiht dem Wirtschafts-Gameplay die nötige Tiefe, die wir uns seit dem Release gewünscht haben.
