Diese Auszeichnung ist ein gewaltiges Statement für Warhorse Studios. In einem Genre, das oft von High-Fantasy und Drachen dominiert wird, beweist der Sieg von Kingdom Come: Deliverance II, dass historischer Realismus und eine bodenständige, menschliche Geschichte über Rache und Verrat eine enorme Strahlkraft besitzen. Heinrichs Reise durch das von Unruhen geplagte Böhmen des 15. Jahrhunderts hat die Jury offensichtlich durch ihre Tiefe und die Konsequenzen der Spielerentscheidungen beeindruckt.
Das Team von Warhorse zeigte sich bei der Zeremonie am vergangenen Freitag sichtlich überrascht und widmete den Award nicht nur den eigenen Entwicklern, sondern explizit der Community. Es ist diese Art von Anerkennung, die zeigt, dass die Spieler den Mut zu komplexen, historisch akkuraten Narrativen honorieren. Wer tiefer in die Entstehung dieser Welt eintauchen möchte, kann sich zudem eine neue Dokumentation ansehen, die das Studio während der BAFTA-Tour begleitet.
Für uns Spieler bedeutet dieser Sieg vor allem eines: Qualität setzt sich durch. Wenn ein RPG ohne Magie und Monster allein durch seine Schreibarbeit und Weltgestaltung einen BAFTA gewinnt, ist das ein Sieg für das gesamte Genre der immersiven Simulationen. Heinrichs Weg vom Amboss in die Hallen der Macht bleibt eine der packendsten Erzählungen unserer Zeit.
