Das Update 1.2 „Echinades“ krempelt das Heilige Römische Reich in Europa Universalis V grundlegend um. Mit dem neuesten Tinto Talks #106 geben die Entwickler von Paradox Tinto Einblick in ein komplett überarbeitetes Interface für den Reichstag und neue Mechaniken, die das politische Gefüge in Europa deutlich dynamischer gestalten.
Die wichtigste Neuerung für alle HRE-Spieler ist das visuelle und funktionale Overhaul des Reichstags. Das neue UI sorgt für mehr Klarheit bei den komplexen Abstimmungen. Passend dazu wird die „Kaiserliche Rüstkammer“ als neues Gebäude eingeführt, das dem Kaiser zusätzliche strategische Optionen bietet. Besonders spannend: Die KI wählt den Kaiser nun logischer. Statt sich fast nur auf den Great Power Score zu verlassen, gewichtet die KI die Meinung (Opinion) nun mit 50 %. Das macht Diplomatie innerhalb des Reiches endlich so wichtig, wie sie historisch sein sollte.
Auch abseits des Reiches dreht Paradox an den Stellschrauben. Das System der autokephalen Patriarchate wurde überarbeitet und führt neue christologische Tenets ein, die nun als fest verankerte Gesetze fungieren. Das sorgt für mehr Tiefe in der Religionsverwaltung und verhindert, dass sich Glaubensrichtungen zu beliebig anfühlen.
Für Fans historischer Dynamik liefert Patch 1.2 eine lange Liste an Anpassungen für sogenannte „Situations“. Die Italienischen Kriege wurden entschlackt, indem willkürliche Formierungsschwellen entfernt wurden, und eine neue Balkan-Liga kann nun entstehen. Ob Rote Turbane in China oder der Hundertjährige Krieg – die Entwickler fokussieren sich hier spürbar auf Bugfixes und historische Genauigkeit, um das Mid-Game interessanter zu machen. Wer gerne optimiert, darf sich zudem über Performance-Verbesserungen freuen: Bei Kaiserwahlen werden nur noch die Top-25-Kandidaten voll berechnet, was die Rundenzeiten spürbar entlasten dürfte.
